Bern
Wesley-Kapelle
Objektdaten
Konfession | Evangelisch-methodistisch
Bautypus | Kirche
Baujahr | 1907
Architekt:in | Brändli, Albert
Ort, Kanton | Bern, BE
Strasse | Allmendstrasse 24
GPS | 46.959466, 7.451890
Google Maps | Swisstopo
Umnutzung
Umnutzungsjahr | 1998
Eigentumsverhältnisse | Verkauf
Baumassnahmen | Umbau
Nutzungsform | Fremdnutzung
Nutzungsart | Kultur
Kurzinformation | Nutzung als Kleinkunst- und Konzertbühne La Capella.
Weitere Informationen | siehe unten
Informationsstand
Eintrag erstellt | 2015/08
Eintrag zuletzt aktualisiert | 2017/08
Weitere Informationen
Die Methodistenkapelle im Berner Breitenrainquartier wurde 1907 vom Burgdorfer Architekten Albert Brändli im Heimatstil gebaut. Nach dem Verkauf an Christoph Hoigné im Jahr 1998, wird sie seither als Kleinkunst- und Konzertbühne «La Capella» genutzt. Im Estrich wurde eine Wohnung eingebaut. Christoph Hoigné: «Durch Zufall erfuhr ich, dass die Kirche zum Verkauf stand. Und da ich ein Chanson- und Kabarettfan bin, war die Idee schnell geboren, die Kirche zu einem Veranstaltungsort zu machen, zumal es damals in der Berner Kleinkunstszene an mittelgrossen Lokalen fehlte. Abgesehen vom Einbau der Bühne, der Toilette und der Pausenbar haben wir an der ursprünglichen Bausubstanz kaum etwas verändert. Im Gegenteil: Die grüne Farbe und der Holzboden sind wieder gleich wie 1907, als die Kapelle gebaut wurde. Mir gefällt, wie der Art déco-Stil im Innern und der Heimatstil aussen kontrastieren. Akustisch ist der Raum prädestiniert für Konzerte und Theateraufführungen: Worte und Klänge dringen auch ohne Verstärkung bis in die hintersten Winkel der Empore. Da die Kapelle mitten in einem Wohnquartier steht, haben wir sämtliche Fenster von aussen mit Schallschutzglas abdichten lassen. Ich weiss nicht genau, was es war, aber die Kapelle strahlte für mich etwas Spezielles aus. Ich beobachte auch, dass die Leute, sobald sie den Raum betreten, andächtig und ruhig werden, ja sogar flüstern. Etwas von der Geschichte dieser Kapelle schwebt wohl irgendwie immer noch im Raum. Das heisst aber nicht, dass hier nicht oft ganz schön Stimmung aufkommt: Wenn alle 180 Plätze besetzt sind, kann es schon mal eng und laut werden.»
