Schweizer Kirchenbautag

Brig-Glis

Kapuzinerkloster

Daten

Baujahr | 1944
Konfession | Römisch-katholisch
Bautypus | Kloster
Adresse | Kapuzinerstrasse 57
Architekt | o.A.
GPS | 46.31364, 7.98773
Google Maps | Swisstopo

Umnutzung

Jahr | 2018
Eigentumsverhältnisse | Verkauf
Baumassnahmen | Umbau
Nutzungsform | Fremdnutzung
Nutzungsart | Sozial
Kurzinformation | Im Jahr 2018 wurde das Kloster von der Stiftung Emera übernommen, die dort einen Lebensort für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung geschaffen hat.

Weitere Informationen

Um 1603 liessen sich erstmals Kapuziner aus der Innerschweiz im Oberwallis nieder. Doch verliessen sie die Region bald und kehrten erst 1948 wieder zurück. 1979 zerstörte ein Feuer Teile ihres Klosters, 1981 war dieses wieder bezugsbereit. Seither ging die Zahl der Brüder stetig zurück. Die noch im Kloster lebenden acht Brüder hatten ein Durchschnittsalter von 81 Jahren. Am 10. Mai 2017 wurde deshalb die Schliessung des Klosters bekannt gegeben. Die verbliebenen Mönche zogen in andere Klöster um. Am 1. Februar 2018 wurde das Kapuzinerkloster Brig-Glis (Kloster, Garten und ein ehemaliger Stall), das im Besitz der Schweizer Kapuzinerprovinz war, an die Stiftung Emera übertragen. Die Stiftung hat das Kapuzinerkloster Brig-Glis erworben, um darin einen Lebensort für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung zu schaffen und diesen Menschen eine gesteigerte Lebensqualität zu bieten.

Zuvor hatten die Kapuziner versucht, eine Ordensgemeinschaft zu finden, die das Kloster übernehmen und weiterführen könnte. Leider blieb die Nachfrage bei den Höheren Ordensoberen in der Schweiz erfolglos. In Gesprächen mit den Pfarreien vor Ort, den politischen Behörden und dem Bistum Sitten wurden weitere Möglichkeiten ausgelotet. Die Kirche ist vom Verkauf ausdrücklich ausgenommen und bleibt vorerst im Besitz der Kapuziner. Dazu steht in einer Medienmitteilung des Ordens: «Es ist uns ein Anliegen, dass sie in ihrer franziskanischen Schlichtheit und Ausrichtung erhalten bleibt und gepflegt wird. Deshalb werden wir für die Kirche eine Stiftung gründen mit dem Zweck, dass diese weiterhin als Sakralraum für Gottesdienste zur Verfügung steht. Auch soll die Möglichkeit bestehen, die Kirche für verschiedene Anlässe wie religiöse, soziale, bildende und kulturelle Veranstaltungen zu nutzen.» (Stand 2023)